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Die FPV Brille - Ratgeber, Empfehlungen, Vergleich

Drohnen-Rennen – der neue Freizeitsport

Nicht als Frage, sondern als reale Feststellung muss man sich mit diesem neuen E-Sport auseinandersetzen. Obwohl der rechtliche Rahmen und die Statuten für die Durchführungen von Drohnen-Rennen noch nicht vollständig abgesteckt sind, begeistern diese E-Sport-Events weltweit schon zahlreiche Anhänger. Je nach Motoren- und Rotorenausstattung gelten diese Multicopter als die ultimativen „Flying Machines“, mit denen sich viele Technik- und Elektronikbegeisterte in der Freizeit beschäftigen.

Was sind Drohnen

Zur Beobachtung und Überwachung wurden Drohnen primär im militärischen Bereich eingesetzt. Mit diesem etwas negativen Beigeschmack mussten sich auch die Hersteller von Freizeitdrohnen zunächst auseinandersetzen. Da diese Flugobjekte wie kleine Helikopter anmuten und ebenso aus dem Stand in die Höhe starten können, ist man zu dem Begriff Multikopter übergegangen.

Es gibt davon fertig zusammen gebaute Modelle zu kaufen, die drei, vier, sechs oder gar acht Rotoren haben. Sie können mit einer Videokamera zum Beobachten der Landschaften ausgestattet sein. Zur punktgenauen Steuerung verwendet man eine FPV-Brille, mit der sich der Pilot in einer First-Person-View-Situation befindet. Mit anderen Worten, er steuert den Kopter aus der direkten Sicht.

Drohnen Rennen

Freizeitsport und Rennen

Als Freizeitsport zählt der private Drohnenflug, zur Erkundung und Beobachtung von Landschaften und Naturereignissen, schon seit einigen Jahren zur Lieblingsbeschäftigung Technik- und Elektronik begeisterter Personen. Wie beim Modellbau hat sich auch hier ein vielfältiges Produktangebot entwickelt.

Durch die Initiative amerikanischer Fans wurde 2015 die Drone-Racing-League, DRL, gegründet. Sie entwickelte Merchandising-Konzepte zur Austragung von professionellen Drohnen-Rennen. Mit eingebunden werden dabei Sponsoren zur Finanzierung und die Vergabe von Lizenzen für Medienagenturen, die für derartige Wettkämpfe gezielt Werbung machen.

Anders als auf Freizeitniveau, basteln hier die Piloten ihre Flugroboter selbst zusammen. Ziel dieser Tüftelei ist natürlich die Perfektionierung der
Multikopter durch Geschicklichkeit und Geschwindigkeit. Elektronische Grundkenntnisse und handwerkliches Geschick zum Löten und Schrauben sind die Grundvoraussetzung.
Die genaue Fernsteuerung ihrer Flying Machines erhalten die Piloten nur mit dem Tragen einer FPV-Brille, die durch eine Antenne mit dem Flugobjekt in Verbindung tritt.

Bei diesen Events werden die Flugmaschinen durch optisch signalisierte Kanäle gesteuert, und spezielle Hindernis-Parcours müssen durchflogen werden. Ebenso das Ausführen von Geschicklichkeitsübungen mit Hilfe von Fäden oder Schnüren gehört dazu. Loopings und Schaufiguren dürfen selbstverständlich nicht fehlen.
Für das Publikum ist es ein absolutes Highlight diese Aktionen live oder im Live-Stream mitzuerleben. Zum späteren Betrachten dieser Veranstaltungen werden auch Video-Feeds erstellt.

Veranstaltungen

In unserer global vernetzten Welt haben sich diese Events blitzschnell auf allen Kontinenten verbreitet. Auf der arabischen Halbinsel, in Dubai, hat erst vor Kurzem ein 15-jähriger Teenager seine Geschicklichkeit unter Beweiß gestellt und ein hohes Preisgeld kassiert.

Werden in den USA die Erfolge solcher Veranstaltungen mit beachtlichen Summen dotiert, sind in Europa die Gewinnsummen eher bescheiden. Die Sieger erhalten hier interessante Medaillen und Pokalen.
Eine aktive deutsche Plattform für Drohnen-Interessierte und die Organisation von Flugveranstaltungen und Rennen ist „Dronemasters“ in Berlin. Der erste „Dronemasters Summit“ wurde 2015 in Berlin ausgetragen. Das unerwartet große Interesse an der Aufklärung dieser neuen Technologie hat alle Erwartungen der Veranstalter übertroffen. Interessierte konnten sich auf einem erneuten Summit auf der CeBIT in Hannover im März 2016 auf den neuesten Stand des E-Sports bringen.

Weitere Veranstaltungen dieser Art werden von TED (Technology, Entertainment, Design) oder IFAC (International Federation of Automatic Control) weltweit in Südafrika, Australien, Kanada oder Japan abgehalten.

Pro – Kontra

Trotz des globalen Interesse am E-Sport und dessen sportlichen Austragungen, bestehen erhebliche Differenzen der rechtlichen Situationen in den einzelnen Staaten oder Kontinenten. Strenge Einfuhrkontrollen und technische Unklarheiten der einzelnen Multikoptermodelle erschweren somit einen reibungslosen Austausch von praktischen Erfahrungen und Vorführungen. Ein Großteil dieser Kommunikation findet daher virtuell via Internet statt. Allerdings lässt sich das persönliche Gespräch damit nicht ersetzen.

Da in Deutschland die Einwohnerdichte sehr groß ist, wird die Branche durch Lobbyisten heftig torpediert und die angebliche „Störung der Privatsphäre und Lärmbelästigung“ lautstark angeklagt. Somit bleibt den Hobby-Piloten zum Üben nur der Rückzug auf einsames Gelände.
Die Flugmöglichkeiten der Flugroboter sollen nach dem Verkehrsministerium ebenfalls eingeschränkt werden. Öffentliche Austragungsorte solcher Events sind entweder leerstehende Fabrikhallen oder die Landebahnen des stillgelegten Flughafens Tempelhof in Berlin.



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